Über uns

Zeitungsartikel

Mirijam und Jan Roßmann, kniend, mit 10 Hunden

WLZ Verlagsbeilage vom Samstag 25.10.2025

Mirijam und Jan Roßmann haben vor vier Jahren eine ungewöhnliche Hundeschule in Bad Arolsen übernommen. Dort werden ausgewählte Vierbeiner für eine ganz besondere Aufgabe trainiert. Blindes Vertrauen zwischen Mensch und Tier steht dabei im Mittelpunkt.

Blindes Vertrauen ist möglich

Wenn der Mensch die Sprache des ausgebildeten Hundes versteht

helle Golden Retrieverhündin, im Führbügel, bringt ihren Menschen über eine Holzbrücke

Farik, ein Labrador Rüde, ist zwei Jahre alt und gerade von Helsen nach München umgezogen. Dort wird er seiner neuen Besitzerin ein verlässlicher Begleiter, Vertrauter und Freund zugleich sein, um ihr mehr Unabhängigkeit und Sicherheit im Alltag zu geben. Dafür hat er 8 Monate trainiert.

Seit beinahe 25 Jahren bildet die Hessische Blindenführhundschule "Blickpunkt" in Bad Arolsen Vierbeiner aus. Vor 4 Jahren haben Mirijam und Jan Roßmann die ungewöhnliche Hundeschule übernommen. "Es war eigentlich Zufall. Ich war in Waldeck auf einem Symposium für Hundetrainer, einfach weil wir selbst Hunde haben und uns das interessiert", erinnert sich Jan Roßmann. "Die Vorbesitzerin, Tanja Kohl hat dort einen Vortrag gehalten. Im Gespräch mit ihr ergab es sich, dass Mirijam sehr schnell mit einer Blindenführhund-Ausbildung in Helsen beginnenkonnte". Drei Hunde hat sie in dieser Zeit ausgebildet und sich mit den bestandenen Prüfungen einen einen Herzenswunsch erfüllt. Als dann klar wurde, dass sie mit ihrem Mann die Schule übernehmen konnte, begann für beide endlich ein Leben für und mit Hunden und mit ganz besonderen Herausforderungen für Mensch und Tier.

Um diesen Neustart schnell zu einem erfolgreichen Alltag werden zu lassen entschieden sich beide für eine klare Arbeitsteilung.

Jan Roßmann ist zuständig für den Grundgehorsam der jungen Hunde und bietet Seminare mit unterschiedlichen Schwerpunkten für alle Hundehalter an, die mit ihren Vierbeinern besser kommunizieren wollen. "Nur wenn der Mensch die Sprache de Hundes versteht und entsprechend antworten kann, ist eine unkomplizierte und verlässliche Partnerschaft möglich", sagt er.

"Wenn man sich das mal aus Hundesicht überlegt, wie Kommunikation funktioniert, stellt der Hund uns mit seinem Verhalten die Frage: Wie stehst Du dazu? Wir müssen schnell antworten und sehen, was an Motivation oder Überlegungen dahinter steht, denn Hunde überlegen sehr genau, was sie tun. Jede Antwort auf eine Hundefrage muss eindeutig und klar sein und auf jede Frage muss es immer die gleiche Antwort geben. Das Wichtigste in einem Hundeleben sind Konstanz, Sicherheit und Vertrauen."

Vor allem aber kümmert sich Jan Roßmann um die bürokratische und administrative Seite des Hundelebens in der Ausbildung, die wenig mit einem partnerschaftlichen Verhältnis zwischen Mensch und Tier zu tun hat.

"Rein formalistisch stellen wir Hilfsmittel für Krankenkassen her. Das heißt, wir sind genauso kontrolliert und unterliegen allen Vorgaben, die zum Beispiel auch ein Sanitätshaus erfüllen muss. Das bedeutet, dass wir eine sogenannte Präqualifizierung durchlaufen müssen. So werden die Bonität und Sicherheit des Unternehmens und die Qualifikation der Mitarbeiter bewertet. Da geht es vielmehr um Qualitätsmanagement, was ein bisschen komisch ist, wenn man Hunde ausbildet, das sind ja nun mal Lebewesen, keine Rollstühle. Aber es sind bundesweite Vorgaben, die jeder im Gesundheitswesen einhalten muss."

Seite 2: Blindes Vertrauen ist möglich

Wenn der Mensch die Sprache des ausgebildeten Hundes versteht

Mirijam und Jan Roßmann mit hellgelbem Labrador im Führbügel

Mirijam und Jan Roßmann mit Farik kurz vor der Abreise nach München. (Foto: Barbara Liese)

"Zum Glück ist es so, dass die Stelle, die diese Präqualifizierung macht, damit sehr viel Erfahrung hat. Und es wurde ein Modus gefunden worden, wie man die Vorgaben, die für alle gelten, erfüllt und es trotzdem für die Führhunde passt."

Im Auftag der gesetzlichen Krankenkassen prüfen am Ende Experten die Tiere. Nach der abgeschlossenen Einweisung durch die Blindenführhundschule muss die "Gespannprüfung" erfolgreich absolviert werden, erst dann trägt die Krankenkasse die Kosten für das "Hilfsmittel Blindenführhund". "Das ist natürlich für alle Beteiligten, noch einmal ein ordentlicher Stress, mit Emotionen und Anstrengungen, da bei einer solchen Prüfung so viel auf dem Spiel steht", heben Mirijam und Jan Roßmann hervor.

Für einen Blinden beginnt alles mit einer Verordnung des Augenarztes für das "Hilfsmittel Blindenführhund", die die Notwendigkeit eines Blindenführhundes bescheinigt. Der Antragsteller muss außerdem die artgerechte Unterbringung, Verpflegung und den täglichen Auslauf des Hundes gewährleisten. Er muss persönlich geeignet und bereit sein, mit einem Hund zusammenzuleben. Die Blindenführhundschule erstellt dann einen Kostenvoranschlag, den die Krankenkasse genehmigen muss. "Wir setzen dann die Kunden auf die Warteliste und wenn es so weit ist, stellen wir die Hunde etwa in der Mitte der Ausbildung vor. Wir fahren meistens mit drei Hunden zu den ersten drei Kunden auf der Warteliste. Wir zeigen jedem jeden Hund, jeder darf sagen, wer sein Favorit ist, aber am Ende des Tages müssen wir zuordnen".

Ausgewählte Hunde

Erfahrene Züchter unterstützen Mirijam und Jan Roßmann bei der Auswahl und Aufzucht der Welpen. Sie kennen ihre Hunde genau und können schon in den ersten Lebensmonaten sehen, welches Tier vielleicht für die große Aufgabe als Blindenführhund geeignet wäre.

Nach einem ausführlichen Gesundheitscheck zieht ein Hund mit etwa 15 Monaten bei Familie Roßmann ein und trifft dort auf ein großes Rudel Artgenossen. Zwölf Hunde leben in dem großen Haus gemeinsam mit ihren Menschen. Sechs sind in Ausbildung, sechs gehören für immer zur Familie.

Sechs bis zwölf Monate dauert die Ausbildung, sie beginnt in der Regel mit Übungen zur Selbständigkeit. "Das unterscheidet unser Training sehr von dem, anderer Hundeschulen.

Meist lernt der Hund dort auf Anweisungen seines Besitzers zu reagieren. "Das ist ein bisschen wie erlernte Hilflosigkeit, erklärt Mirijam Roßmann. "Aber wenn er einfach dasitzt und sagt: "Sag mir, was ich tun soll", hilft es einem Blinden nicht weiter. Für diesen Job ist es einfach wichtig, dass er selbst entscheidet, denn der Blinde kann ihm ja nicht zeigen, was er in verschiedenen Situationen zu tun hat. Wenn der Hund ihn um eine Mülltonne herumführt oder wenn er im Optimalfall an einem anderen Hund vorbei geht, und sich ruhig verhält, kann der Mensch das nicht in der herkömmlichen Art belohnen. Wir belohnen im Training deshalb richtige Entscheidungen und locken am Anfang mal, indem wir ein Leckerlie voraus werfen." Unterstützt wird das Training außerdem mit Sprache, vor allem auch mit Körpersprache. Zunächst beginnt die Trainerin mit einfachen Nahzielen und kleinen Kommandos, wie "such Ampel", "such Bank", "such Zebrastreifen" oder Ähnlichem.

Seite 3: Blindes Vertrauen ist möglich

Wenn der Mensch die Sprache des ausgebildeten Hundes versteht

2 gelbe Labradore mit Kenndecke liegen vor dem Biathlon Schießstand

Manchmal wird sogar in der Biathlonarena trainiert.

"Wichtig sei, dass der Hund in der Ausbildung konstant und genau in bestimmten Situationen immer die gleichen Erfahrungen mache", betont die Ausbilderin. "Wir gehen davon aus, dass der Hund etwas für seinen Menschen tun will. Das heißt, sobald ich den Führbügel in der Hand habe, verhalte ich mich im Training so, als wäre ich blind. Wenn der Hund irgendwo hingeht, dann folge ich ich. Ich wechsle auch das Kommando nicht. Ich sage "voran" und wenn der Hund abbiegt und in eine Sackgasse läuft, dann ist es immer noch voran, ich weiß ja nicht, dass da eine Sackgasse ist. Dann müssen wir sehen, wie wir das Problem gemeinsam lösen. Wenn ich ein Hindernis habe, eine Mülltonne, Laterne oder sogar ein Hindernis auf meiner Höhe, muss er mich dran vorbeiführen. Tut er das nicht, laufe ich dagegen. Und das heißt für den Hund besser aufpassen." In vielen verschiedenen Situationen, beim Einkaufen, auf dem Weihnachtsmarkt, in der U-Bahn, im Straßenverkehr lernt der Hund sich auf seine Aufgabe einzustellen und zu konzentrieren, damit seinem Menschen nichts passiert. Manchmal wird sogar in der Biathlonarena trainiert, wenn der neue Besitzer Biathlet ist. "Man kann in der Ausbildung unmöglich alle Hindernisse oder Schwierigkeiten abdecken. Das heißt aus Sicht des Hundes, er muss alles, was da im Straßenverkehr noch so drum herum geschieht, generalisieren. Er erkennt Muster und keine, ich sag mal, Regeln, die ich irgendwann aufgestellt habe. Das ist eine extreme Leistung und super schön."

Wenn nach der Ausbildung ein Vierbeiner zu seinem neuen Zuhause gebracht wird, stellen sich meist gemischte Gefühle bei den Ausbildern ein. "Viele Monate gemeinsame Arbeit, das schweißt zusammen." Mindestens zwei Wochen begleiten und unterstützen sie das Tier und den neuen Besitzer. "Wir wissen ja von Anfang an, dass es keine Dauerbeziehung mit uns werden wird. Wenn man sieht, dass der Hund einen tollen Job macht, dann fällt der Abschied leichter. Es bleiben trotzdem alle unsere Hunde. Sie freuen sich auch immer total, wenn wir nach Jahren wiederkommen. Oft erkennen sie einen am Gang gar nicht mehr. Aber dann, wenn die Nase eingeschaltet wird, wissen sie sofort, wer wir sind. Für uns ist es immer ein gutes Zeichen, wenn sie uns zu verstehen geben: Okay, ich kenne Euch und mag Euch sehr, aber ich bin jetzt hier zuhause".

14 tage lang hat Mirijam Roßmann Farik in sein neues Leben in München begleitet und steht auch danach immer hilfreich zu Seite. Ende Oktober werden Farik und seine Besitzerin die sogenannte Gespannprüfung absolvieren und können dann unbeschwert ihr gemeinsames Leben beginnen.

Verfasser: Barbara Liese

Helfer auf vier Pfoten ausgebildet

Außergewöhnliche Berufe - Hessens einzige Blindenführhundschule

Mirijam und Jan Roßmann, kniend, mit 7 Hunden

aus der WLZ Rubrik"Guten Morgen Waldeck! vom 31. Juli 2025

Bad Arolsen – Menschen mit Sehbehinderungen zu unterstützen, zählt zu den täglichen Aufgaben von Mirijam und Jan Roßmann aus Bad Arolsen. In ihrer Blindenführ-hundschule „Blickpunkt“ bilden sie Hunde zu geprüften Blindenführhunden aus.

Ihre Blindenführhundschule ist Hessens einzige Schule ihrer Art. Bei den Roßmanns lebt jeder Hund gemeinsam mit der Familie im Haus. „So lernen sie von Anfang an den Familienalltag kennen“, sagt Mirijam Roßmann. Neben der Ausbildung von Blindenführhunden bietet das Ehepaar auch Seminare für alle Hundehalter an.

Mirijam Roßmann hat 2019 ihre Ausbildung bei den damaligen Besitzern der Blindenführhundschule absolviert. Sie berichtet: „Um selbst eine Schule zu eröffnen, muss man mindestens zwei Hunde als Angestellter einer anderen Schule ausgebildet haben.“ Im Januar 2021 kaufte sie gemeinsam mit ihrem Mann die GmbH ihren damaligen Ausbildern ab. „In Deutschland gibt es nur etwa 40 Trainer, das sind eindeutig zu wenige“, sagt Jan Roßmann. Er berichtet, dass in den letzten Jahren viele Schulen wegen steigender Kosten schließen mussten. „Wir gehen mit jedem einzelnen Hund in Vorleistung. Wir kaufen den Hund, wir bezahlen die Tierarztkosten, das Futter und stecken unsere Zeit in die sechs bis achtmonatige Ausbildung“, erklärt Jan Roßmann.

Teil 2: Helfer auf vier Pfoten ausgebildet

Außergewöhnliche Berufe - Hessens einzige Blindenführhundschule

Mirijam und Jan Roßmann, kniend, mit 7 Hunden

Pro Jahr zehn Hunde ausgebildet

Es sei vorgeschrieben, dass jede Schule innerhalb von sechs Jahren mindestens fünf Hunde zu zertifizierten Blindenführhunden ausbildet.

„Schaffen wir das nicht, verfällt unsere Lizenz und wir müssen alle Anträge neu stellen“, sagt Mirijam Roßmann.

Ihr Ehemann ergänzt: „Für uns ist das aktuell kein Problem. Wir bilden pro Jahr etwa zehn Hunde aus. Unsere Kunden stehen auf einer Warteliste, die bis 2027 reicht.“

Doch welche Hunde eignen sich überhaupt als Blindenführhunde? „Wir bilden hauptsächlich Labradore und Golden Retriever aus. Sie haben meist ein ruhiges Gemüt und sind sehr lernwillig. Großpudel nehmen wir nur, wenn aufgrund einer Allergie keine andere Hunderasse infrage kommt“, berichtet Jan Roßmann. Die Ausbildung beginnt, sobald der Hund eineinhalb Jahre alt ist und ein umfangreicher Gesundheitscheck durchgeführt wurde. „Fällt ein Hund dabei durch, darf er nicht weiter ausgebildet werden und kann nur noch als Privathund vermittelt werden“, erklärt Familie Roßmann. 

Im Training lernen die Hunde, wie sie mit verschiedenen Umgebungen und Geräuschen umgehen und Alltagssituationen bewältigen. „Anders als in der Hundeschule üblich, wird einem Führhund nicht die Entscheidung abgenommen, sondern er lernt Entscheidungen selbst zu treffen. Nur so kann er einem sehbehinderten Menschen helfen“, stellt Mirijam Roßmann fest. Die Hunde werden darauf trainiert, Hindernisse wie Bordsteine oder Personen zu erkennen und zu umgehen. Sie lernen, wichtige Aufgaben wie das Finden von Türen oder das Halten an Ampeln lösen.

Teil 3: Helfer auf vier Pfoten ausgebildet

Außergewöhnliche Berufe - Hessens einzige Blindenführhundschule

Mirijam und Jan Roßmann, kniend, mit 7 Hunden

Der Hund sucht sich seinen Führer aus

„Hunde haben ein gutes, räumliches Gedächtnis. Sie erinnern sich daran, was sie an einem bestimmten Zebrastreifen zu tun hatten. Aber erkennen sie diese Straßenmarkierung auch an einem ihnen fremden Ort als Zebrasteifen wieder?“, beschreibt Mirijam Roßmann die weiteren Herausforderungen beim Training.

Die Tiere müssten ihr erlerntes Wissen verallgemeinern, um den ihnen anvertrauten Menschen auch an fremden Orten leiten zu können.

Zum Ende des Trainings fährt das Ehepaar mit mehreren Hunden zum Kunden: „Im eigenen Zuhause treten unsere sehbehinderten Kunden am sichersten auf, das ist die beste Grundvoraussetzung für die erste Begegnung mit ihrem möglichen Führhund“, erklären Roßmanns. „Uns ist es wichtig, dass sich der Hund seinen Halter aussucht und nicht andersherum. Das Wohl der Hunde steht für uns an erster Stelle.“

Sobald feststeht, welcher Hund zu welchem Kunden kommt, findet die sogenannte Einschulung statt. Hierfür verbringt Mirijam Roßmann mindestens zwei Wochen gemeinsam mit dem Hund beim Kunden. „Ich weise den Führhundhalter in seine Aufgaben ein. Zudem muss sich der Hund an sein neues zu Hause und seinen Halter gewöhnen. Die Menschen müssen lernen, dass sie loslassen und ihrem Führhund vollständig vertrauen können“, so Mirijam Roßmann.

Der Wechsel vom gewohnten Blindenstock zum Führhundegeschirr sei nicht leicht und müsse ebenfalls trainiert werden.

Bilden Blindenführhund und sein Mensch eine Einheit, steht die abschließende Gespannprüfung an. Bei dieser Leistungsprüfung werden der Führhundhalter und sein Blindenführhund von zwei geschulten Prüfern im Auftrag der gesetzlichen Krankenversicherung geprüft. Nach erfolgreicher Prüfung wird der Hund als offizielles „Hilftsmittel“ eingestuft. Erst jetzt wird die Blindenführhundschule bezahlt und der Hund wird vollständig von der Krankenkasse finanziert.

Ein Blindenführhund sei so viel mehr, als ein Hilfsmittel – er sei ein Freund, der neue Perspektiven eröffne. Er schenke unheimlich viel Lebensfreude und gebe all seine Liebe und Aufmerksamkeit für seinen Menschen, beschreibt das Ehepaar das Ziel der Ausbildung.

Zu beachten sei, dass ein bereits eingeschulter Hund an keinen anderen sehbehinderten Menschen weitergegeben werden dürfe. „Kann sich der Führhundhalter nicht länger um den Hund kümmern, fällt dieser in der Regel in die Obhut der jeweiligen Krankenkasse.

Da uns die Hunde am Herzen liegen, haben wir in unseren Verträgen stehen, dass wir die Hunde auch zurücknehmen“, sagt Jan Roßmann. Familie Roßmann kümmere sich in solchen Fällen um die Weitervermittlung des Hundes. „Zwar nicht mehr als Blindenführhund, aber dann als Familienhund“, erklärt Mirijam Roßmann.

Teil 4: Helfer auf vier Pfoten ausgebildet

Außergewöhnliche Berufe - Hessens einzige Blindenführhundschule

Mirijam und Jan Roßmann, kniend, mit 7 Hunden

Mit zehn Jahren in den Ruhestand

Ein Blindenführhund wechselt in den Ruhestand, sobald er zehn Jahre alt wird. Sein Ausweis als Blindenführhund erlischt automatisch. Auch die Finanzierung durch die Krankenkasse fällt weg, sodass alle Kosten des Hundes privat getragen werden müssen. Solange der Hund im Dienst ist, wird keine Hundesteuer fällig. Ab Eintritt des Hundes in den Ruhestand muss der Halter sie entrichten.

Text: AILEEN RADDATZ; Foto: AILEEN RADDATZ